OHNE ABER

1992 in Rainer seinem Partykeller

Ich und Richard sehen uns in den letzten Wochen wenig und jeder macht so ein bisschen sein Ding. Das ist wichtig, sonst bleibt die Freude und Inspiration am Zusammenspielen aus. Freiheit ist nicht immer leicht, ist mir dennoch ein Zuhause seit ich denken kann und gebe ich ungern her. Trotzdem fehlt mir das arbeiten MIT dir, liest du das eigentlich, Richard?

Ach, alles halb so wild so lange das Karma klickt.

Denn er war zum Beispiel auf Tournee in Estland mit seinen Kollegen vom EthnoEstonia und hat ein ganz zauberhaftes, neues Instrument mitgebracht. Eine Kannel – das ist sowas wie eine griffbrettlose Zither. Das Wort stammt aus dem baltischen Raum und bedeutet ursprünglich sowas wie „der singende Baum“ – schön, ge? Sieht fancy aus, klingt ganz besänftigend und duftet nach Kiefernholz (..ist es aber wahrscheinlich nicht..). Mir macht es Spaß unseren Sound immer weiter zu formen. Klar hab ich auch immer Lust auf Beats und Sounds. TC-Helicon Voice Livesss und Ableton stehen in den Startlöchern! Eine Theremin und ein Omnichord würde ich gern noch spielen. Wer sowas übrig hat, sagt Bescheid! It stays aufregend!

In Berlin macht man bekanntlich ‚Projekte‘! Ich seit Neuestem auch mit der Cocoon Collective Berlin. Yo also, wir, als Künstler und Kulturschaffende entwickeln Events, die im Rahmen postkolonialer Vielfalt die Kontinente verzahnen wie die Fäden einen Kokon. In unserer ersten Veranstaltung, der Nectar Night blenden BritHop, Cumbia, Sufilectro und ein Haufen bunter Leute ineinander! Kommt mal vorbei, ich geb einen Tee aus! YAMMYAMM!

Hinter den Kulissen suche ich immernoch eine Wohnung in Berlin Köpenick und auch eine kuhle Arbeit. If you hear anything..lasst es mich wissen. Nebenbei bin ich ja bereits im Sicherheitsgewerbe tätig, was auch ohne Muskeln kacke bezahlt ist, aber viel Freude macht. Ich sehe anständige Konzerte mit lieben Leuten und verdiene sogar noch was dabei. Fabelhaft!

Nach unserem Debut „Urbane Chansons“ produzieren wir unser erstes Album und jetzt geht es so langsam los. Mit meiner Pedanterie fliegen da die Stunden nur so. Ich fange zuerst richtig Feuer und vergesse dann zu essen und zu trinken (Oar, ich trinke zu wenig und komme auch nicht mehr zum Lesen..), will nur noch tüfteln, basteln und planen. Diese Prozesse zu durchdenken wie ich innen bin und von außen gesehen werden will, ist für ebenso Teil meiner Kunst wie die reine Musik und Poesie die da steht. Das ist mein liebster ‚Strom‘!

Zu guter Letzt freue ich mich, dass wir gleich mit Bonny Lycen (Ich liebe außergewöhnliche Namen!) unterwegs sind. Details dazu findet ihr HIER drüben. Musikalisch-lyrische Collagen im Kleinkunstpoesierahmen quasi. HipHipScurrscurr!

1974 Busreise durch Ungarn – Rainer, Maria und Rilke.

So fließen die Tage und Nächte pathetisch seit Januar ineinander, mein Körper gibt unmissverständliche Achtungszeichen von sich. Der Hustle lässt sich aber nicht stoppen. Weder der Input, der raus muss, genauso wenig wie der existenzielle Stuff. Mama Eva Blume statuierte letztens, sie wolle mir das „Aber-Sagen“ entwöhnen. Aberaber. . . Ja. Auszeit wäre ein Highlight, der Flug schon gebucht und fliegt jetzt ohne mich. Tschaui Algarve, du im weiten Süden mit Europa´s letzten Sonnenstrahlen des Jahres. Macht nix! Stattdessen finde ich mich wieder im KITSCHKRIEG wieder und schließe mit Mark Twain:

LIFE IST SHORT, BREAK THE RULES, FORGIVE QUICKLY, LOVE TRULY, LAUGH UNCONTROLLABLY AND NEVER REGRET ANYTHING THAT MADE YOU SMILE!

Der Mann war ein weiser Schreiber. Muss mal was von ihm lesen . .wenn jemand gute geführte Meditationen empfehlen kann, die ich nicht als App runterladen muss, schickt mir gern was hierher: marie@mantoinette.de.

Einen schöne Woche wünscht herzlichst, eure Marie Antoinette.