EIN ECHO HALLT NACH

Jason Krüger / Ekvidi Photgraphy.

Wir haben heiße Tage hinter uns. Das Crowdfunding hat uns medial ausgefüllt. Egal wieviel Spaß Social Media auch machen kann, ein Retreat war notwendig. Aus den Highlands Portugals zurück, wo es zu meiner Freude kaum Netz gab, stand dem Digital Detox nichts entgegen.
I love it: Es gibt einen Haufen echte Leute, Tiere, Pflanzen, Dinge und Feinstoffliches kennenzulernen auf der Welt. Alles bereichernder Stuff. Und dann haben wir dank euch Startnext gepackt! Herrlich!

Hibiskus in Biniaraix. Nicole Landkammer.

STERBEN

Ich habe etwas gelernt in den letzten Jahren: die Flagge hoch zu halten für die Realness, fürs authenthisch sein. Für meine Stärken in den Schwächen. Bin interessiert am Leben und kam zum Tod. Da war ad hoc soviel Tod um mich, Interesse am Tod und Angst. Angst davor nicht alles gegeben zu haben, alles erlebt zu haben, nie gelernt zu haben Dinge gesund zu beenden, meine Eltern, Freunde zu verlieren, allein zu bleiben, nicht mehr wach zu sein, Schmerzen zu haben etc. Seit drei Jahren solcher Gedanken, viel Recherche und gerichteter Wahrnehmung, fand ich einen passenden Kurs zur Ausbildung als ehrenamtlicher Sterbebegleiter. Darf ich Sterbenden die Präsenz schenken, die unsere Gesellschaft oft nicht sieht und verdrängt?

Ich fand mich wieder in einer Truppe von Weirdos und einer Koordinatorin die mich mit ihrer Lebendigkeit infizierte. Wir begannen unsere kleine „Gruppentherapie durchsetzt von weltlichen Themen. Währendessen  besuche ich gerade einen alten Thüringer Herren in Rahmen eines Praktikums. Die Episode endet rüh als ich der Heimleitung begegne…Feuer und Eis. Christlicher Träger.  Weil ich Shirt und Shorts trug, wurde ich am folgenden Tag durch sie vom Kurs entbunden. Kurz vorm Abschluss. Ohne Gespräche, Kompromisse und Einsatz. Als non-konfessionell gewachsene Frau wurde ich noch nie so diskriminiert. Mein Herz war gebrochen.

Hibiskus in San Diego. Leyli Ahmadizenoz.

LIVE AND LET DIE

Der Fokus auf das Album half: Ich und Richard haben den See geschwänzt und Details vom Kopf aufs Papier phantasiert, Bits und Pieces gesammelt, Fragmente vertieft. Mit der Vision eines selbstbestimmten Albums unter dem Herzen. Dazwischen etliche Meilen auf den Highways des Landes abgerissen, denn ohne live zu spielen zieht unser Jahr nicht vorbei: Letztens saß eine Frau im Publikum und ich glaube ihr Augenlicht war kaum vorhanden. Durch ihre geschlossenen Lider konnte ich beim Singen ihr Mimenspiel lesen und es wirkte als tränke sie jede Silbe. Das hat mich sehr gerührt.

Unmittelbar danach werde ich mit Richard und Boe Van Berg geladen dem Wunsch eines Sterbenden Musikliebhabers zu entsprechen. Sein Hospizfest zu besingen. Das haben wir getan. Es war heftig, bereichernd und braucht nicht viele Worte.  Nur einen Gedanken: einige Erlebnisse der letzten Monde wurden konsequenzenreich in Perspektive gerückt:

Hibiskus Neukölln. Mutter.

Ich liebe das Duo und kann nicht erklären wie es sich anfühlt, alles in so eine Produktion zu investieren. Ich lasse das Rauchen erstmal weg und habe vergessen wie lange schon. Ich bin stolz und gespannt ob man das hören kann, denn ich kenne mich nur als Genuß-Raucherin und für die Nerds lunare Einatmerin. (Heisst, wenn ich singe hole ich meine Energie aus dem Prozess des Einatmens statt dem landläufig-gängigen Ausatmens.) Das macht mich stolz.

So ein Album produziert man alle paar Jahre. Unsere Ideen bekommen Form und Farbe wie die Neu-Inszenierung eines Theaterstückes. Jetzt puzzeln wir im Mixing zusammen was mir richtig am Herzen liegt. Ich und Richard bilden unsere Ästhetik ab. Künstlerische Entscheidungen schießen uns mittlerweile zeitgleich im selben Wortlaut aus dem Mund. Das ergibt eine schöne Wellenlänge und wir lachen uns kaputt.

Ich bin erschöpft und voll von Vibe. Das ist mein Lebenselixir. Es tut so gut zu spüren, wie sehr ich Musik liebe und durch soviele Supporter ausdrücken darf.. wieviel Kraft ich haben kann und was für tolle Freunde, die am letzten Studiotag mit ihrer eigenen Handschrift unsere Vision erhellen, wir haben. Währendessen ist der Musikliebhaber gestorben, wir schicken seinen Liebsten Mitgefühl. Kein Beileid – weder fühle ich mich „bei“ noch „leidend“. Eher mitten drin, voll von Gefühl.

FOKUS

Richard und ich reisen jetzt in Europa rum und unterstützen Leute die Musik machen. Gleichzeitg feilen wir am Artwork. Dann ziehen wir los um einen Verlag oder ein Label zu finden. Videos sollen geshootet werden, damit ihr was zum gucken kriegt. Gut Ding will Weile haben..wer hat das gesagt? Wem das nicht reicht: Strom verbannen mit Fokus auf den Ohren und Herzen. Der Sand rinnt durch unsere Finger. Also geniesst den Sommer und liebt.  Aktuellstes von uns findet ihr auf Instagram.

Enchanté Marie Antoinette.

 

PS/ Alle abgebildeten Blüten erreichten mich unabhängig voneinander an einem Tag. Die meiner Mutter trägt eine Geschichte. Die erzähle ich das nächste Mal. . .

STIMME AUS DEM NIEMANDSLAND

TOURNEE 'Edition Süd' & STARTNEXT

Unsere Musik erlaubt mir zu reisen. Die Menschen, neue Orte entdecken und unsere Musik zu spreaden. Gleich sind wir auf Konzertreise Franken und Bayern. Termine findet ihr hier. Schickt eure Freunde und Schwiegermütter vorbei, wir besorgen den Rest!

Prachtwerk Neukølln, Februar 2018.
Foto: JANDA

Dieses Jahr steht unter einem ganz besonderen Stern. Wir schrauben an unserer Vision von einem schmucken Album. Also Aufnahmen in einem Studio machen, diese mixen damit es auch schick klingt. Dazu Fotos schießen und in ein Artwork nach unserer Façon hinbauen. Weil das sehr kostspielig ist und wir dies als freischaffende Künstler nicht finanzieren können, starten wir die Crowdfunding-Kampagne CØPENIKK des anstehenden Albums ab jetzt auf STARTNEXT. Unterstützt Das würde mich unfassbar glücklich machen.

Kalbe am Kamin

Seit wenigen Tagen befinde ich mich mit Richard in Kalbe an der Milde, wo wir eine Künstlerresidenz verbringen. Hier in der Altmark kann ich die Stille høren. Kälber, Kirchglocken und das Bäckerauto kommt immer dienstags um 14 Uhr. Es war eine kleine Odyssee, euch diese Post ins Internet zu bringen..von dieser Sorte Outback sprechen wir.

Wir nutzen die Chance hier intensiv, um Worte auf Melodien zu formen, die letzten Stücke für unsere Album zu finalisieren. Das hilft beim Erden: Wege sondieren, eine gesunde Beziehung zu den sozialen Medien aufzubauen, einfach Zeit haben ohne Alltagshustle. Denn die Details entstehen aus dem Klang der Stille. Und sie kann ich fühlen hier im idyllisch-verschneiten Landhaus.

Seit ich ein Kind war..

Es ist meine Überzeugung wenn ich sage, dass ich nie etwas anderes sein wollte als Sängerin zu sein. Naja, vielleicht wollte ich mit acht mal ein paar Tage lang Archäologin werden, um Dinosaurier auszubuddeln und Knochen abzupinseln. Jetzt ist das Singen meine Arbeit und ich trage dafür gern die Verantwortung. Anzunehmen, was ich bin und das Ausmaß dessen anzuerkennen, waren zwei der prägendsten Mantren meiner ersten Stimmbildnerin. Sie klingen immernoch in mir. Das Label Sängerin habe ich bis dato allerdings mit viel Disziplin getrennt von meiner Privatperson. Seit gravierenden Veränderungen meines Lebens verwischen diese Grenzen zwischen Bizness und Privatem zunehmends. Meine sozialen Rollen funktionieren in einem einzigen komplexen Organismus. In mir. Es tut gut, alle Facetten zuzulassen.
So wie die Urbanen Chansons sich formen aus verschiedenen Einflüssen, sind sie am Ende eins und bedingen sich. Oft rekontextualisieren wir in ihrer Entstehung fremde Poesie und Musik, um unsere eigenen Impressionen zu verarbeiten. Um euch mehr teilhaben zu lassen, gibt es dazu auf Spotify nun eine Playlist mit den Stücken, die uns während der EP-Produktion begleiteten - einen Blick hinter den Vorhang.

Die subtile Kunst des 'drauf Scheißens'

Auf der Heizung in Neukølln.

Musik entsteht aus der Stille. Dort kann ich meine Träume besser hören. In der Ausgabe 'Stimme aus dem Niemandsland' stelle ich an diesem Punkt fest: meine Erinnerungen sind weitgehend verblasst. Wann hielt ich das letzte Mal den Stift zum Textschreiben in der Hand? Erykah Badu hat sinngemäß in einem Interview um die Jahrtausendwende mal gesagt: Schreibblockaden gibt es nicht. Wohl aber gäbe es Zeiten, in denen es einfach nichts zu berichten gibt. Meinerseits sind einige Wochen vergangen ohne Input der mich kickt.
Dann traf ich auf jemanden, der überzeugt war das Gefühl Neid in sich selbst nicht zu kennen. Das hat mich beeindruckt und zum Denken angeregt, denn mir ist er sehr wohl bekannt. Nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass
Neid einem Mix aus Wut und Traurigkeit entstammt. Er entspringt einem Grundgefühl von Ungerechtigkeit.
Als Kind habe ich so geweint weil das letzte Einhorn so ungerecht behandelt wurde...ich spüre meinen loyalen Puls steigen wenn meinen Freunden oder mir selbst Unrecht wiederfährt. Jetzt tauchen wir tiefer und tiefer in den Sog der sozialen Medien. Puh, es ist schwer Entscheidungen im Umgang mit ihnen zu finden. Eine harte Prüfung sich dem zu zu wenden ohne je neidisch zu sein. Es bedeutet zu liken bis der Arzt kommt und 'den Markt' genau abchecken.
Die Diskrepanz dazwischen, sich inspirieren zu lassen und bei sich zu bleiben, zeitgleich transparent für die Gefolgschaft zu sein und wiederum dieser aktiv mit Herzen und Kommentaren zu folgen, empfinde ich als höchst komplexe Aufgabe an meine schöpferische Intelligenz. Kollegen sprechen davon, dass Instagram ein Ideen- und Inspirationstool sei. Stimmt auch. Aber wie stark/durchlässig soll ich lernen dafür zu sein? Wieviel Ablenkung tut Not? Es erfordert einen høchkonzentrierten Wachheitsgrad um als Künstler seine eigene PR zu managen. Oh my my.

Ich werde mich nicht beschweren, stattdessen möchte ich hierdurch den Verständnisgrad erhöhen für jemanden der unsere Materie nicht kennt. Fair enough. Für die Denker und Grübler folgt hierzu meine Literatur-Empfehlung entdeckt bei Alicia Keys' Bruder: "The subtle art of not giving a fuck - a counterintuitive approach to living a good life" von Mark Manson. Der Titel spricht für sich und dessen Inhalt nährt.

Jetzt ziehe ich mich zurück und geniesse den Schnee von innen am Kamin. Wir hören uns bald, es geht uns gut und ich geniesse jeden Moment. Ganz bestimmt.

Mit Grüßen vom Richard sende ich Wärme, enchanté Marie Antoinette.

Vienau by Ed Tadevossyan

WIE KONSERVIERST DU DEINE TRÄUME?

Das Traumvergessen (Essay)

Kennst du dieses Gefühl aus einem höchst intensiven Traum zu erwachen, so real als hättest du gar nicht geschlafen? Surreale Bilder blenden ineinander und erscheinen so selbstverständlich-entrückt wie bei Inception. All seine kostbaren Details willst du irgendwie festhalten. Du greifst zum Tagebuch um ihn aufzuschreiben oder nuschelst ein Sprachmemo auf dein Smartfon. Ohne dass du es checkst reduziert sich dessen Wert und Qualität auf provisorisches Wortmaterial. Poof, der Glanz verfliegt.

Du könntest den Traum stattdessen auch geheim halten und bemüht wie ein Guru in dein Bewusstsein prägen bis er sich manifestiert, sich sein Glanz im Kortex konserviert! Oder du tippst ihn in dein Handy. Aber vorher checkst du kurz dein Instagram. 5 Minuten. 10 Minuten. Punktum katapultiert sich dein Traum ins gefährliche Nichts wie in der unendlichen Geschichte! Was eben so magisch schien, verpufft beim swipen der Storys deiner Freunde, Idole und Kollegen unter dem Deckmantel der Alltags-PR und Inspiration. Die Magie ist dahin, der Traum verblasst, ist beschnitten und bröckelt. Dann stehst du ein bisschen geknickt auf.

Kennste?

Lost Figurines. 2017 Marie Antoinette

Neben dem Tagebuchschreiben begleitet mich seit etlichen Jahren Das Handbuch der Traum-Symbole (Vollmar) als strategische Maßnahme gegen das „Traumvergessen“. Die darin gelisteten Symbole finde ich fundiert recherchiert aus volkstümlichen Denkweisen und diversen philosophischen und psychologischen Strömungen heraus interpretiert. Und weil es gerade vor der Tür steht: dieses Buch nutze ich auch für Bleigießorakel an Silvester. Go get it!

Lost in Antelope Canyon. 2017 Eric Davison

Spannend finde ich auch luzides Träumen, mit der Agenda sich des Unterbewusstseins während des Träumens so klar zu nähern, dass man aktiv Einfluss auf dessen Verlauf nimmt. Dazu habe ich ein phantastisch-klingendes Seminar entdeckt: Luzides Träumen und Projektive Trauminterpretation nach Alice Grinda. Da würde ich gern hingehen. Vielleicht merke ich mir meine Träume in Zukunft dann besser.

Bücher, Podcast & Poesie

Kurz bevor ich richtig einschlafe oder aufwache kommen mir die besten Verse. Wenn ich alleine Songs schreibe, brauche ich also viel Schlaf.  In den Wachphasen stöbere ich durch Bücher um die Phantasie anzuregen.

Zurück auf dem Asphalt der Tatsachen: Ich liebe die Haptik, den Duft, das Artwork und die Poesie eines Buches in meinen Händen! Das Jahr stand literarisch für mich allerdings unter einem mageren Stern. Kaum eine Hand voll Literatur konnte mich durchweg überzeugen: Women Who Run With Wolves (Pinkola Estés) , Dienstags bei Morrie (Albom), Deutschland Schwarz-Weiß (Sow) und gerade Devotions  von Mary Oliver. Alles guter Stoff, den ich euch empfehle! Als Weihnachtspräsent könntet ihr auch ASPHALTBOHÈME (Koch/Lührs) bei uns ergattern oder Urbane Chansons verschenken. Einfach schreiben an: book@mantoinette.de.

LORE (Mahnke) ist ein amerikanischer Podcast, der die dunklen Seiten der Geschichte aufzeigt, unseren Alpträumen und volkstümlichen Mythen ein Fundament bietet. Er ist fantastisch recherchiert, gesprochen und mit guten Soundkulissen begleitet! Als einziges Manko ist ab ist Folge 10 viel Sponsoring-Dank im Abspann ausgesprochen. Trotzdem ist es perfekt für einen diesigen Wintertag in einer vollgestopften S-Bahn.

Seht sie euch an, die Schätze!

Marie Antoinette Youtube Mixtape

Zwischendurch war ich krank und habe versucht meinen Körper mit Wertschätzung zu stärken, weil er mir zeigt, wenn der Stresspegel am Zenit zerschellt. Mein Schlaf war tief und traumlos. Durch diese Zwangspause habe ich es allerdings endlich geschafft mein langerstrebtes MIXTAPE in Youtube zu basteln. Darauf bin ich stolz! Kein Jahresrückblick, eher die All Time-Classics. Mit welcher Akribie ich früher gerissene Tape-Bänder wieder geklebt habe, weil darauf die heissesten Tunes von N-Joy Radio aufgenommen wurden. Weow! Da tickte die Zeit viel langsamer als jetzt. Oder?

Viele FreundInnen und WeggefährtInnen haben mich zu diesen Stücken gebracht und sind fest mit Erinnerungen an sie verwoben​.  Dieses Mixtape fühlt sich an wie das auditive Fotoalbum meines Lebens.  Ich lade euch ein, schaut mal vorbei und schenkt mir ihr ein, zwei Likes!

Status Marie Antoinette & Richard Holzmann

Vor einigen Jahren habe ich mit einer lieben Kollegin zusammen etwa neun Jobs gezählt die sich in einer Musikerin als Bandleader vereint bevor sie am Ende wirklich auf der Bühne steht. Bookerin, Tourmanagerin, Fahrerin, Stagehand, Visagistin, Dresserin, Fotografin, PR-Spezialistin, Personalplanerin, Controlling, SocialMedia-Managerin, Managerin überhaupt, Eventmanagerin etc.. Dazu Songwriterin, Sängerin und Performerin. Das zweitere ist wo ich herkomme. Das ist was ich liebe, kenne und will. Nach einem Jahr Wartens komme endlich in den Genuss einer Weiterzertifizierung als Kulturmanagerin um den ersten Part besser bedienen zu können.  Ich denke das genau das ist was vielen Künstlern zwar aus der Praxis geläufig ist, aber ich persönlich auch kaufmännisch (Gibt es den Begriff „kauffräuisch“?!) auschecken möchte. Zahlen waren noch nie mein Ding, aber Organisation wird es immer mehr. Beides jetzt zu verbinden ist ein Knaller!

Dieses Jahr haben wir ca. 30 Konzerte gespielt, dass macht mich unheimlich stolz und dankbar. Neue Orte entdecken, alte Freunde wiedersehen und dazu noch unsere Musik zu streuen. 2018 produzieren wir den Nachfolger von Urbane Chansons. Dafür konzeptionieren wir was wann wie und warum passieren wird. Die Vorproduktion läuft und es fühlt sich gut an – tägliche Impressionen findet ihr unter #urbanechansons!

DANKE für eure Unterstützung dieses Jahr! 2017 Josi

Ich wünsche mir ein Produkt, das wir in 20 Jahren noch feiern. Das wird teuer in jeglicher Hinsicht, denn noch stehen Gagen und Ausgaben in Dysbalance. Wer uns unterstützen möchte, schreibt einfach! Jede Unterstützung ist uns ab jetzt willkommen!

Unsere nächsten Konzerte sind in Berlin: Kommt alle am 11. Januar 2018 zur Cocoonuit in die Burg Schnabel einem sexy Tagesfestival oder am 4. Februar 2018 zur Berlin Acoustic Guitar Night im Prachtwerk! Danach verbringen wir gemeinsam eine Residenz in Künstlerstadt Kalbe/Milde um unsere Kompositionen und Texte final für die Albumproduktion zu schärfen. Yeah!

2017 war ein turbulentes Jahr, auch für etliche Lieben in meinem Umfeld. 2018 geht steil aufwärts, Leute. Ich kann es schon spüren! Folgt uns hier und hier. Sendet mir auch gern eure Mailadressen, um unseren Quartalsnewsletter zu erhalten: book@mantoinette.de.

2017 mantoinette

Das Leben ist ein Geschenk: ERINNERT EUCH AN EURE TRÄUME!

Palo Santo und Aventurin bereichern das, genießt die freien Tage,

hexhex Marie Antoinette.

OHNE ABER

1992 in Rainer seinem Partykeller

Ich und Richard sehen uns in den letzten Wochen wenig und jeder macht so ein bisschen sein Ding. Das ist wichtig, sonst bleibt die Freude und Inspiration am Zusammenspielen aus. Freiheit ist nicht immer leicht, ist mir dennoch ein Zuhause seit ich denken kann und gebe ich ungern her. Trotzdem fehlt mir das arbeiten MIT dir, liest du das eigentlich, Richard?

Ach, alles halb so wild so lange das Karma klickt.

Denn er war zum Beispiel auf Tournee in Estland mit seinen Kollegen vom EthnoEstonia und hat ein ganz zauberhaftes, neues Instrument mitgebracht. Eine Kannel – das ist sowas wie eine griffbrettlose Zither. Das Wort stammt aus dem baltischen Raum und bedeutet ursprünglich sowas wie „der singende Baum“ – schön, ge? Sieht fancy aus, klingt ganz besänftigend und duftet nach Kiefernholz (..ist es aber wahrscheinlich nicht..). Mir macht es Spaß unseren Sound immer weiter zu formen. Klar hab ich auch immer Lust auf Beats und Sounds. TC-Helicon Voice Livesss und Ableton stehen in den Startlöchern! Eine Theremin und ein Omnichord würde ich gern noch spielen. Wer sowas übrig hat, sagt Bescheid! It stays aufregend!

In Berlin macht man bekanntlich ‚Projekte‘! Ich seit Neuestem auch mit der Cocoon Collective Berlin. Yo also, wir, als Künstler und Kulturschaffende entwickeln Events, die im Rahmen postkolonialer Vielfalt die Kontinente verzahnen wie die Fäden einen Kokon. In unserer ersten Veranstaltung, der Nectar Night blenden BritHop, Cumbia, Sufilectro und ein Haufen bunter Leute ineinander! Kommt mal vorbei, ich geb einen Tee aus! YAMMYAMM!

Hinter den Kulissen suche ich immernoch eine Wohnung in Berlin Köpenick und auch eine kuhle Arbeit. If you hear anything..lasst es mich wissen. Nebenbei bin ich ja bereits im Sicherheitsgewerbe tätig, was auch ohne Muskeln kacke bezahlt ist, aber viel Freude macht. Ich sehe anständige Konzerte mit lieben Leuten und verdiene sogar noch was dabei. Fabelhaft!

Nach unserem Debut „Urbane Chansons“ produzieren wir unser erstes Album und jetzt geht es so langsam los. Mit meiner Pedanterie fliegen da die Stunden nur so. Ich fange zuerst richtig Feuer und vergesse dann zu essen und zu trinken (Oar, ich trinke zu wenig und komme auch nicht mehr zum Lesen..), will nur noch tüfteln, basteln und planen. Diese Prozesse zu durchdenken wie ich innen bin und von außen gesehen werden will, ist für ebenso Teil meiner Kunst wie die reine Musik und Poesie die da steht. Das ist mein liebster ‚Strom‘!

Zu guter Letzt freue ich mich, dass wir gleich mit Bonny Lycen (Ich liebe außergewöhnliche Namen!) unterwegs sind. Details dazu findet ihr HIER drüben. Musikalisch-lyrische Collagen im Kleinkunstpoesierahmen quasi. HipHipScurrscurr!

1974 Busreise durch Ungarn – Rainer, Maria und Rilke.

So fließen die Tage und Nächte pathetisch seit Januar ineinander, mein Körper gibt unmissverständliche Achtungszeichen von sich. Der Hustle lässt sich aber nicht stoppen. Weder der Input, der raus muss, genauso wenig wie der existenzielle Stuff. Mama Eva Blume statuierte letztens, sie wolle mir das „Aber-Sagen“ entwöhnen. Aberaber. . . Ja. Auszeit wäre ein Highlight, der Flug schon gebucht und fliegt jetzt ohne mich. Tschaui Algarve, du im weiten Süden mit Europa´s letzten Sonnenstrahlen des Jahres. Macht nix! Stattdessen finde ich mich wieder im KITSCHKRIEG wieder und schließe mit Mark Twain:

LIFE IST SHORT, BREAK THE RULES, FORGIVE QUICKLY, LOVE TRULY, LAUGH UNCONTROLLABLY AND NEVER REGRET ANYTHING THAT MADE YOU SMILE!

Der Mann war ein weiser Schreiber. Muss mal was von ihm lesen . .wenn jemand gute geführte Meditationen empfehlen kann, die ich nicht als App runterladen muss, schickt mir gern was hierher: marie@mantoinette.de.

Einen schöne Woche wünscht herzlichst, eure Marie Antoinette.

 

DANKE!

Es ist SONNTAG! Mein erster Blogeintrag kommt geflogen:

Richard ist gerade die Musikszene von Bristol erkunden und ich finde Zeit nun eine neue Wohnung in Berlin zu suchen. Nachdem meine Tagebücher und Briefe (und mehr) nach den schweren Regenfällen in der Hauptstadt versanken. Das tut weh, aber macht Platz für neue Erinnerungen! Ich schreibe seit ich 14 bin, und erst in den letzten Jahren hat es Türöffner gegeben die mich motivierten das auch in die Musik zu legen. Mein Privates ist privat. Facebook besteht als Medium für die Werbung der Musik und um meine entfernten Freunde zu begleiten. Als ich vor einigen Wochen 20 junge Musiker aus Frankreich und Deutschland coachte, kamen wir zu der Frage ob sie Facebook oder Instagram pflegten. Deren Quote fiel so verschwindend aus, dass ich ins Grübeln kam: Vielleicht kann dieser Blog eine Brücke bilden zwischen: mir, unserer Musik sowie der Werbung auf den Kanälen da draußen. Unter meinem Herzen und meiner Hoheit für diejenigen, die es explizit interessiert. Seid also HERZLICH WILLKOMMEN!

DANKE – an alle Gastgeber und Gäste! Die letzten Konzerte waren fantastisch und uns geht es gut, wir wachsen zusammen, das Spielen macht immermehr Freude, wir wollen raus damit! In den nächsten Monaten bereiten wir das neue Album hinter und vor den Kulissen vor, und suchen gerade eine Künstlerresidenz Ende Februar 2018 um es zu Ende zu komponieren. Wer einen heißen Tip in Europa weiß, schreibt Bescheid! Einige Stücke davon gibt es schon in den Konzerten live zu hören. Die aktuellsten, „goldenen Möglichkeiten“ dazu findet ihr hier unter LIVE! Im November freuen wir uns außerordentlich darunter einige Veranstaltungen mit unserer PoetinBuddy BONNY LYCEN als VORWÄRTS, HERZ zu spielen! Be there.

Zu guter Letzt stocken wir auch nach reifer Überlegung unser digitales Erbe bei INSTA auf. Zugegeben, es macht richtig Spaß. Folgt uns gern dort: URBANE CHANSONS.

Ach so und wegen nächster Woche: BLUMEN SIND SCHÖN. WÄHLEN GEHEN AUCH! Geht mal hin, ist eine verantwortungsvolle Sache und Kulis liegen da auch rum!

Es grüßt, Marie Antoinette.

NEUHOF – mein Stückchen grünes Zuhause!